Erster Mai ist ein Feiertag. Das ist in vielen Ländern so, und in Deutschland glücklicherweise auch!

Der 1. Mai erinnert an Protestveranstaltungen vor ungefähr 130 Jahren in den USA und später auch in Europa. Die Arbeiter kämpften zu dieser Zeit um die Verbesserung ihrer damals sehr schlechten Arbeitsbedingungen. Noch heute ist dieser ‚Tag der Arbeit‘, wie der 1. Mai genannt wird, Anlass für die Gewerkschaften, um auf Veranstaltungen und durch Demonstrationen auf Missstände und Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt aufmerksam zu machen.
In Großstädten wie zum Beispiel Berlin oder Hamburg kommt es auch zu nicht angemeldeten Demonstrationen, die eigentlich nicht erlaubt sind. Mit diesen Demonstrationen soll auf weitere soziale Probleme aufmerksam gemacht werden. Einige der Demonstranten sind nur auf Krawall aus und es kommt öfter auch zu Unruhen und Randale.

Aber es ist auch sonst einiges los rund um den 1. Mai. Am Vorabend des 1. Mai werden mancherorts Partys zum ‚Tanz in den Mai‘ veranstaltet oder ein Maifeuer entfacht, mit dem die ‚bösen Geister‘ und der Winter vertrieben werden soll. Diese Bräuche gehen zurück auf Traditionen der Vorfahren der Deutschen: die Germanen, die an diesem Tag das Ende des Winters und den Frühlingsanfang feierten. In ländlichen Regionen wird von den jungen Männern ein Maibaum aufgestellt. Man vermutet, dass der Maibaum ein Fruchtbarkeitssymbol ist. Manchmal gibt es auch Wettbewerbe. So wird der Stamm mit Seife eingeschmiert, und wer es dennoch schafft, an dem Maibaum hochzuklettern, wird Maikönig. Ein anderes Spiel ist der Maibaumklau: Hier versuchen die jungen Leute eines Dorfes den Maibaum des Nachbardorfes zu stehlen.

Der 1. Mai ist auch ein beliebter Tag für Ausflüge: Das Wetter ist bis dahin auch in Deutschland meist schön, der Frühling überzieht die Landschaft mit zartem Grün und ersten Blumen und Blüten, – da macht es Spaß, den schul- und arbeitsfreien Tag draußen zu verbringen. Gute Gelegenheit für ein Picknick oder fürs Grillen im Freien!!