Ramadan endet nach 30 Tagen Fasten, in diesem Jahr ist dies der 14. Juni.

Am darauffolgenden Tag beginnt für die Musliminnen und Muslime ein dreitägiges Fest, Eid (ausgesprochen: Id), um den Abschluss des Fastenmonats und die Gemeinschaft in Familien, Nachbarschaft und im Freundeskreis noch einmal gebührend zu feiern. Natürlich gibt es viel und reichhaltig zu essen, man stattet den Liebsten Besuche ab, die Kinder bekommen neue Kleider, ein bisschen Taschengeld und jede Menge Süßigkeiten. Natürlich darf auch das Gebet nicht fehlen, immerhin handelt es sich um ein religiöses Fest, am ersten Feiertag ist daher ein Besuch der Moschee unverzichtbar. Hört sich doch irgendwie an wie das christliche Weihnachten, und tastsächlich hat Eid auch eine ähnlich große Bedeutung mit ähnlichen Ritualen.

Eid heißt übrigens ganz einfach ‚Fest‘. Eid am Ende des Ramadan ist das kleine Eid. Zwei Monate später wird traditioneller Weise das große Eid gefeiert, das Opferfest. Muslime, die es sich leisten können, lassen ein Tier schlachten und lassen es zu je einem Drittel den Armen, den Verwandten und Freunden und der eigenen Familie zukommen. Das Fest erinnert an Abraham, der nach Gottes Willen bereit war, einen seiner Söhne zu opfern. Eine Geschichte, die auch die Christen kennen!
Übrigens: Ein Tier muss nach muslimischer Tradition geschächtet sein, diese Methode ist in Deutschland allerdings verboten. Glaubensgemeinschaften können für religiöse Zwecke aber eine Ausnahmegenehmigung bekommen.

Wir wünschen allen dieses Jahr ein frohes Fest. Eid Mubarak!